Berufs vorbereitende Bildungsmaßnahmen sollen den Einstieg in Ausbildung und Beruf erleichtern. Die Jugendlichen lernen ihre beruflichen Stärken kennen und finden heraus, welcher Beruf oder welche Ausbildung das Richtige ist.
Die BvB sind stark beruflich orientiert und erhöhen so die Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.
Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre, die keine berufliche Erstausbildung absolviert haben, erhalten beim Übergang von der Schule zum Beruf besondere Hilfen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Empfehlung der Agentur für Arbeit aufgrund einer nachgewiesenen Lernbehinderung oder sozialen Benachteiligung.
In der Eignungsanalyse werden die Fähigkeiten und Eignungen ermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen dabei bis zu drei Berufsfeldern kennen. Das Ziel ist eine realistische Einschätzung des Berufswunsches und der persönlichen Stärken.
In der nachfolgenden Grundstufe wird festgestellt, welcher Beruf der passende ist.
Fähigkeiten und Fertigkeiten werden gefördert, um die Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit zu ermöglichen.
Die Grundstufe dauert inklusive der Eignungsanalyse maximal ein halbes Jahr.
Wer danach noch weitere Förderung benötigt, kann in der Förderstufe seine beruflichen Grundfertigkeiten weiter trainieren.
Die Förderstufe dauert drei Monate bzw. fünf Monate für Menschen mit Behinderung.
In der Übergangsqualifizierung verbessern Praktika in Betrieben die Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.
Auch ein direkter Einstieg in die Übergangqualifizierung ist möglich.
Die BvB endet mit dem Übergang in eine Ausbildung oder der Aufnahme einer Arbeit. Sie dauert 11 bzw. 18 Monate.
Zusätzlich werden weitere, für den Beruf notwendige Fähigkeiten, so genannte Schlüsselqualifikationen, gefördert:
In kleinen Schulklassen werden allgemeine schulische Grundlagen vermittelt.
Neben Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Sozialpädagogeninnen unterstützt eine Bildungsbegleiterin die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme. Diese erstellt mit den Teilnehmerinnen und Teinehmern einen Qualifizierungsplan, in dem alle Schritte zur Förderung sowie die jeweilige Dauer festgelegt werden.
Am Ende der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme erhalten die Jugendlichen einen Nachweis über die erlernten beruflichen Inhalte, die so genannten Qualifizierungsbausteine.
Die Anmeldung erfolgt über die zuständige Beratungsfachkraft bzw. bei der Agentur für Arbeit.
Katja Gebert
Fon 0711 931854-249
katja.gebert(at)diakonie-stetten.de