Das Berufsausbildungswerk (BAW) Schwäbisch Gmünd leistet seit zehn Jahren für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf in der Region wertvolle Arbeit, die auch vom Landkreis und vom Arbeitsamt unterstützt wird, und verfügt über rund 200 Förder- und Ausbildungsplätze für lernbehinderte und/oder benachteiligte Jugendliche aus der Region Aalen, Bopfingen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd. Das zehnjährige Bestehen dieser Einrichtung, die zur Einrichtung der Unternehmensgruppe der Diakonie Stetten gehört, wurde am 17. Juni 2010 gebührend mit Grußworten und einem Tag der offenen Tür in der Eugen-Bolz-Straße gefeiert.
Die vielen Gäste begrüßte Einrichtungsleiter Michael Nanz und erinnerte an die Zeit der Gründung vor zehn Jahren. Er zitierte den Schauspieler Peter Ustinow, wonach es gelte, jeden Tag positiv und konstruktiv zu gestalten, und erinnerte auch daran, dass die Diakonie Stetten im Hintergrund vor zehn Jahren die Sicherheit für die Einrichtung gab. Musikalisch begleitete den offiziellen Teil auf dem Saxophon Markus Ehrlich.
Das erste Grußwort sprach Hans-Joachim Gulde, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Aalen. Er stellte heraus, dass es wichtig sei, die Arbeit im Verbund mit dem Ostalbkreis und der Agentur für Arbeit anzugehen. Für das Besondere der bisher geleisteten Arbeit wolle er danken. Das Motto für das Jubiläum „Raum für Chancen“ könnte nicht besser gewählt sein. Es brauche dabei Menschen, die den Jugendlichen Mut machen.
Zur Zeit würde es über 100 benachteiligte Jugendliche geben, die im BAW betreut würden. Dabei gebe es eine Vielzahl von Projekten zur Berufsorientierung und auch viele Aufgaben im sonderpädagogischen Bereich würden übernommen, um Jugendlichen mit Handikaps Möglichkeiten zur Ausbildung zu geben. Herzlich begrüßte dann Landrat Klaus Pavel besonders die Schüler und Jugendlichen. In diesem Haus werde ihnen neben der Ausbildung auch menschliche Wärme vermittelt. Heute sei ein bemerkenswertes Datum dafür, dass in den zehn Jahren Vortreffliches geschaffen wurde. „Da ist was los und Leben da!“ stellte er anerkennend für eine Erfolgsbilanz fest, auf die man mit Recht stolz sein könne. Das BAW Schwäbisch Gmünd sei eine Einrichtung, die gebraucht werde, um allen jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen und ihnen so Zukunftsperspektiven zu geben.
Mit Nachdruck stellte er fest, dass es nicht zu akzeptieren sei, dass irgendeiner durch dieses soziale Netz falle. Daran würde auch der Ostalbkreis mitarbeiten und das BAW unterstützen. Dabei wäre auch eine niederschwellige Ausbildung wertvoll. Auch der Ostalbkreis habe solche Ausbildungsplätze eingerichtet.
Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold sprach in seinem Grußwort dann davon, dass es in den zehn Jahren des Bestehens vieler Anstrengungen und Leidenschaft bedurft hätte. Dabei sprach er dem Einrichtungsleiter Michael Nanz für seinen Einsatz den Dank aus und vergaß auch nicht, die Lehrer zu loben und die Jugendlichen, deren Talente hier heraus kommen würden. Dabei würde das BAW helfen und er schlage ein weiteres Motto vor: „Besonders Aktiv Werden!“
Weitere Grußworte sprachen sodann Heiderose Maaß von der Diakonie Stetten und der Geschäftsführer der Berufsbildungswerk Waiblingen gGmbH Reiner Gaag. Dann hieß es, volles Programm im BAW, draußen im Garten und drinnen mit bester Bewirtung und Hausführung, bei der man sich über das, was im BAW geschieht, informieren konnte.
Auch Unterhaltsames wurde geboten, wozu auch die Ausstellung „10 Jahre BAW – Raum für Chancen“ gehörte. Dabei hatten sich die Jugendlichen und die Ausbilder viel Mühe bei der ansprechenden Gestaltung gegeben.
Mit freundlicher Genehmigung der Rems Zeitung